ohne-krankenversicherung-was-tunZahlreiche Menschen in Deutschland (aber auch in Österreich und anderen europäischen Ländern) sind trotz Versicherungspflicht ohne eine aktuelle Krankenversicherung. Die Gründe sind vielfältig, doch meist ist finanzielle Knappheit der Grund hierfür. Was jedoch ohnehin sekundär ist, denn wer einmal keine Krankenversicherung hat, der hat auch Probleme damit eine neue zu bekommen. Denn eben diese Versicherungspflicht ist der Grund hierfür: denn die Beiträge für Nichtversicherte Zeiten müssen nachbezahlt werden. Das kann bei einem längeren Zeitraum ohne Krankenversicherung schnell in die Tausende gehen. Und somit unbezahlbar werden.

Doch es gibt einen Ausweg. Sie heißt Europäische bzw. Internationale Krankenversicherung und wird von sogenannten EWR-Dienstleistern angeboten. Doch beleuchten wir doch erst einmal die Gründe, die dafür verantwortlich sind, dass so viele Menschen derzeit keine Krankenversicherung haben.

Warum so viele in Deutschland ohne Krankenversicherung sind

ohne Krankenversicherung.Selbständige haben sich in jungen, gesunden Jahren für eine günstige private Krankenversicherung entschieden.

Doch das Leben läuft nicht immer so wie geplant: Geschäfte laufen schlecht, so dass Zahlungsprobleme bezüglich der Mitgliedsbeiträgen auftreten. Ganz abgesehen davon, dass die Monatsbeiträge im Alter ohnehin steigen.

Gerade in den letzten Jahren hat so manche private KV massive Erhöhungen umgesetzt. Mit dem Resultat, dass einige ihrer Mitglieder diese nicht mehr bezahlen konnten. Schulden bei der Krankenkasse sammeln sich so schnell an, und selbst der Basistarif wird unbezahlbar.

Andere waren einfach schon immer ohne Krankenversicherung, vielleicht auch aus Prinzip. Besuche beim Arzt wurden einfach schon immer bar bezahlt. Und ist man doch ohnehin nur im Notfall dort hingegangen. Höhere Krankenhausrechnungen galt es einfach zu vermeiden. Doch wenn es darum geht die Rente zu beantragen ist diese Einstellung passé. Denn diese wird nur ausbezahlt, wenn der Nachweis über eine gültige Krankenversicherung vorgelegt werden kann. Doch wie und wo soll ich mich jetzt noch versichern? Alleine die Strafbeiträge würden vermutlich jede Rentenzahlung in den Schatten stellen.

GKV und PKV – die Wahl zwischen Pest und Cholera

Doch auch junge Menschen sind oftmals ohne Krankenversicherung. Junge Selbständige, die gerade so viel Geld verdienen um sich selbst über Wasser zu halten. Mehrere Hundert Euro für den Mindestbeitrag der Gesetzlichen Krankenversicherung können sie nicht aufbringen. Zwar wäre die private KV im jungen Alter vielleicht noch etwas günstiger, doch es gibt noch andere Gründe warum hier allenfalls der unattraktive Basistarif in Frage käme. Eine schlechte Bonität in Form eines Schufa-Eintrags beispielsweise. Oder Vorerkrankungen, Übergewicht, …

Gerade die gesetzliche Krankenkassen sind für Selbständige nicht sehr attraktiv. Hohe Beiträge, und das bei überschaubaren Leistungen? Wenn man doch mal zum Zahnarzt muss zahlt die Kasse nur einen Bruchteil, und auch sonst erscheint einem das Preis-/ Leistungsverhältnis doch eher suboptimal.

Also doch privat versichern? Hier tummeln sich viele Billigangebote im Internet. Eine private Krankenversicherung für weniger als 100 Euro, das erscheint einem doch interessant. Doch realistisch ist dies eher nicht. Vielmehr handelt es sich meistens nur um Lockangebote. Viele Versicherte sind mit ihrer Kasse unzufrieden – einfach, weil der Versicherer den Preis nach kurzer Zeit erhöht hat – und das erheblich. Und schon kann es passiert sein: man steht ohne Krankenversicherung da.

Preiserhöhungen sind in der PKV aber auch so eher die Regel als eine Ausnahme. Trotz der gesetzlich verordneten Altersrückstellung ist mit hohen Beiträgen zu rechnen. Und nicht jeder kann diese im Alter auch bezahlen. Gerade Selbständige mit niedrigerem Einkommen oder noch niedrigerer Rente können so aus ihrem Versicherungsschutz fliegen. Einfach, weil sie ihre Beiträge nicht mehr zahlen können. Eine neue Versicherung abschließen? Das wird erstens nicht wirklich günstiger als bisher. Und zweitens kommen dann noch etwaige Strafbeiträge für den nicht versicherten Zeitraum hinzu.

Europäische Krankenversicherung: eine Alternative?

Es gibt eine Option, die viele Menschen ohne Krankenversicherung schlichtweg nicht kennen. Und die von privaten Krankenversicherern deren Versicherungsagenten teils vehement bekämpft werden. Dabei kann die Europäische Krankenversicherung eben jene Nichtversicherte auffangen. Aber die Privaten Versicherer haben wohl die Befürchtung, dass die EUKV sich weiter verbreiten und auf dem deutschen Markt etablieren könnte. Und dann würde sie gerade von den Privaten deren Versicherer als Zielgruppe anvisieren.

Doch was ist die EUKV eigentlich?

Es handelt sich hierbei um Tarife von EWR-Dienstleistern. Also Anbieter aus dem Europäischen Wirtschaftsraum. Gemäß europäischer Gesetzgebung dürfen diese ihre Tarife auch EU-weit anbieten. So auch in Deutschland, sofern sie die Mindeststandards einhalten, so dass der Versicherungspflicht nachgekommen wird.

Und tatsächlich sind die Tarife mehr als interessant. Einfach, weil sie günstige Mitgliedsbeiträge bei umfassenden Leistungen darbieten. Leistungen auf dem Niveau einer Privaten Krankenversicherung – und dies europaweit oder sogar weltweit geltend. Und das bei kalkulierbaren, relativ günstigen Kosten. Die Prämie steigt mit dem Alter und sinkt bei niedrigerer Selbstbeteiligung.

Die EWR-Dienstleister haben aber auch einen Vorteil gegenüber der deutschen Privatversicherer: sie müssen keine Altersrückstellungen bilden. Und können so rein wirtschaftlich rechnen. Dank ihrer internationalen, gebildeten Kundschaft können sie auch weitaus günstiger rechnen als die deutsche Konkurrenz.

Für wen die Europäische Krankenversicherung ein Segen sein kann

  • Für Menschen, die seit längerer Zeit ohne Krankenversicherung sind
  • Für alle, die keine Chance auf eine bezahlbare deutsche PKV haben
  • Für alle, die nicht zurück in die GKV (oder in eine PKV) können
  • Ältere, die für die Beantragung ihrer Rente eine Krankenversicherung benötigen
  • Weltenbummler und für mehrere Monate im Jahr im Ausland Lebende

Nachteile der EUKV: unsichere Rechtslage, Ausschlüsse, hohe Beiträge im Alter

  • Europäisches und deutsches Recht: es gibt Differenzen und Lobbyarbeit
    Eigentlich wäre es gemäß europäischer Rechtssprechung eine klare Angelenheit, doch sind die Lobbyisten der deutschen PKV recht fleißig. Weshalb es Verwirrungen darüber geben kann, ob die Europäische Krankenversicherung legitim ist. Sie ist es, schließlich wird sie von den Behörden akzeptiert. Lediglich private Krankenkassen stellen sich schonmal quer wenn es um die Anerkennung als Nachfolgeversicherung geht.
  • Chronische Krankheiten und andere bestehende Risiken sind nicht versichert
    Sie haben Diabetes, Gicht, einen angeborenen Herzfehler oder Bluthochdruck? Dann sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass diese chronischen Krankheiten direkt und auch daraus resultierende Nachfolgeerkrankungen nicht versichert sind. Das gilt übrigens auch für Unfälle bei Tätigkeiten, die der Versicherer als risikoreich einstuft. Wobei es jedoch auf die Gesellschaft ankommt. Das Kleingedruckte zu lesen lohnt sich!
  • Die Beiträge steigen – garantiert
    Wer nicht irgendwann wieder ohne Krankenversicherung dastehen möchte, der sollte sich eines bewusst sein: Die Mitgliedsbeiträge der EUKV steigen mit zunehmendem Alter, und zwar alle paar Jahre. Mit 65 Jahren ist der Monatsbeitrag also relativ hoch. Gut beraten ist (wurde), wer frühzeitig selbst Rücklagen gebildet hat. Aber das gilt auch für eine deutsche PKV.

Ohne Krankenversicherung? Ihnen kann geholfen werden.

Tatsächlich ist die Europäische Krankenversicherung eine richtig gute Alternative zu den deutschen Angeboten. Und zwar nicht nur für junge, gesunde Besserverdiener. Also eben jene Zielgruppe, die bei der deutschen PKV allzu gerne gesehen wird. Wer aktuell keine Krankenversicherung hat, der hat meist Geldprobleme (gehabt). Und sieht in der EUKV zurecht die letzte Möglichkeit.

Finden Sie doch einfach selbst heraus ob die Europäische Krankenversicherung eine mögliche Versicherungsoption für Sie ist, im verlinkten Artikel gibt es unten einen Vergleichsrechner.

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